Zu allererst: Was ist Network-Marketing (oder Multi-Level-Marketing) überhaupt? 

Du kennst es, deine Freunde kennen es und ich kenne es: am liebsten nutzen wir Dinge oder besuchen wir Orte, die uns jemand empfohlen hat. Denn hier können wir sicher sein, dass wir nicht einfach guter Werbung zum Opfer gefallen sind, sondern ein Anderer vor uns bereits eigene Erfahrungen sammeln konnte und begeistert war. Ein Kinofilm, das neue Restaurant, der Blumenladen um die Ecke, das Kosmetikstudio, der Friseur... vieles davon suchen wir auf, weil es uns empfohlen wurde.

Und genau darauf baut Network-Marketing auf: auf Empfehlungen. Denn Mundpropaganda von echten Kunden ist immer noch die beste Werbung! So war es früher und so ist es heute!

Network-Marketing ist eine Form des Direktvertriebs. Eine Person, die selbst einmal Kunde eines Produkts war, wird durch Überzeugung zum Vertriebspartner. Denn warum nicht Geld damit verdienen, wenn man von etwas überzeugt ist und es so oder so weiter empfehlen würde - aber rein als Kunde eben ohne etwas dafür zu bekommen.
Produkte oder Dienstleistungen aus Network-Marketing-Systemen kann man nicht Online oder im Geschäft kaufen, sondern direkt über einen Vertriebspartner.
Das wohl bekannteste Multi-Level-Marketing-Unternehmen war ein Dosenhersteller, der den Vertrieb über Partys anbot.

Im Network-Marketing werden auch Kosten für Werbung und Service in den Vertriebspartner investiert. Es wird keine öffentliche Werbung gemacht, das übernimmt der Vertriebspartner durch seine Empfehlung, genauso wie den Kundenservice und die Betreuung. Diese eingesparten Kosten kommen dann aber auch dem Vertriebspartner, in Form einer Provision, zu Gute.

Der Einfachheit halber werde ich im weiteren Text Network-Marketing mit NM abkürzen, sowie Multen-Level-Marketing mit MLM. 

Das ist doch ein Schneeballsystem! 

Zugegeben, wer sich nicht wirklich damit auseinander setzt und beides nur oberflächlich betrachtet, kann es sehr schnell miteinander verwechseln. Recherchiert man allerdings ein wenig, werden einem die eindeutigen Unterschiede sehr schnell klar: 

  • Beim NM steht ein reales Produkt im Vordergrund. Das Ziel ist Umsatz mit dem Verkauf eines Produktes zu erwirtschaften. / In einem Schneeballsystem gibt es oft kein reales Produkt. Gewinne werden ausschließlich durch das Anwerben und Rekrutieren neuer Vertriebspartner gemacht. 
  • Im NM brauchst du nur sehr wenig, bis garkein Eigenkapital, um als Vertriebspartner starten zu können. / Ein Schneeballsystem funktioniert einzig auf Grund des oft sehr hohen Eigenkapitals, das man investieren muss, um Vertriebspartner zu werden. 
  • Im MLM bezieht sich das Marketing (die Empfehlung) auf das Produkt und nicht auf die Verkaufsmethode selbst. / Bei Schneeballsystemen ist dies genau anders herum. Die Verkaufsmethode ist das worum es geht.  
  • Im NM kann ohne ein Team Umsatz generiert werden. Auch wenn man kein Team aufbaut, sondern komplett allein arbeitet, ist die Provision möglich. / Bei einem Schneeballsystem basieren die Provisionen nur darauf, neue Partner zu rekrutieren. Keine Partner - keine Provision ("Kopfgeld").
  • Im MLM musst du dich nicht "einkaufen". Du kannst jederzeit starten. Voraussetzung ist allerdings, dass du das Produkt selbst nutzt. Denn wie willst oder kannst du etwas empfehlen, geschweige den professionell beraten, das du selbst nicht kennst? Das wäre unglaubwürdig. Allerdings ist dies der Hauptgrund, warum viele denken, dass es sich bei NM um Schneeballsysteme handelt. / Denn in einem Schneeballsystem MUSST du dich einkaufen - Aber Achtung: Ohne Gegenleistung! Du erhältst bei einem Schneeballsystem also keine konkrete Gegenleistung, geschweige denn ein Produkt. 
  • Im MLM bleibt der Preis des Produkts stabil. / In einem Schneeballsystem erhöht sich der Preis des "Produkts" stetig, da nur so die neuen Partner bezahlt werden können. 
  • MLM ist ein legaler Strukturvertrieb (es gibt sogar einen Verband, der sich "Bundesverband Direktvertrieb Deutschland" nennt: https://www.direktvertrieb.de/). / Schneeballsysteme sind illegal! 

Eine Win-Win-Win Situation

Beim Networkmarketing gewinnen alle: Das Unternehmen, der Vertriebspartner und vor allem der Kunde.

Der Kunde: er erhält einen ausgebildeten, persönlichen und direkten Ansprechpartner, den er bei Fragen, Problemen oder Anliegen jederzeit kontaktieren kann. Er wird ausführlich beraten und kann sich seinen Berater nach Sympathie, Entfernung oder was ihm sonst wichtig ist,  selbst aussuchen. Diese Voraussetzungen sind im Handel oft nicht gegeben. Unfreundliche Verkäufer, die nach einer Stunde schon vergessen haben, dass du das Produkt gekauft hast oder die sich nicht wirklich mit allen Produkten im Laden auskennen sind keine Seltenheit. Aber natürlich darf man hier nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt auch Vertriebspartner die ihre Verantwortung nicht ernst nehmen und keinen guten Service leisten und es gibt Verkäufer, die absolut engagiert und fachkundig sind.

Der Vertriebspartner: Statt monatlich ein festes Gehalt zu bekommen, egal wie gut oder schlecht man seine Arbeit gemacht hat, erhält der Vertriebspartner nur eine Provision, wenn er auch verkauft hat. Wer engagiert und fleißig ist, profitiert davon. Es gibt nach oben keine Einkommensgrenzen. Außerdem arbeiten Partner auf selbstständiger Basis, was ihnen mehr Raum für Möglichkeiten und Freiheiten gibt. Flexible Zeiteinteilung ist ein Standart. Familie, Freizeit und Karriere unter einen Hut zu bringen ist hier kein Problem.  Wer natürlich mehr Wert auf Sicherheit legt und ein fixes Einkommen bevorzugt, ist im NM nicht gut aufgehoben.

Das Unternehmen: Es gibt keine Zwischenhändler und ewig lange, fast nicht mehr nachvollziehbare Lieferketten. Sowohl der Kontakt zum Hersteller, als auch zum Vertriebspartner ist direkt und schneller. Das Unternehmen profitiert natürlich ebenfalls davon, dass Provisionen nur ausgeschüttet werden müssen, wenn das Produkt auch verkauft wurde. Mitarbeiter, die die Arbeit Anderen überlassen und nur däumchendrehend ihre Zeit absitzen aber trotzdem am Monatsende mit dem gleichen Geld nachhause gehen? Darüber muss sich ein MLM-Unternehmen keine Gedanken machen. 

Checkliste für SERIÖSE Network-Marketing-Unternehmen

  • Ein Produkt mit guter Qualität steht im Vordergrund
  • Das Produkt wird direkt vom Unternehmen gekauft und nicht vom Vertriebspartner
  • Das Produkt wird direkt an den Endverbraucher verkauft und nicht an andere Vertriebspartner
  • Das Produkt hat eine gute Qualität und einen angemessenen Preis
  • Das Anwerben von neuen Partnern ist eine Option, keine Pflicht. Auch ohne weitere Partner darf das Produkt vom Vertriebspartner verkauft werden
  • Das Unternehmen stellt Vorführprodukte für die Partner zur verfügung (mit vergünstigtem Preis oder als Kommissionsware) 
  • Geringes oder garkein Startkapital notwendig
  • Eine Zusammenarbeit ist ohne versteckte (Folge)Kosten möglich
  • Das Vergütungs/Provisionssystem ist klar strukturiert und nachvollziehbar 
  • Es gibt eine Rückkauf- oder Rückgabegarantie für nicht verkaufte Produkte zwischen Unternehmen und Vertriebspartner
  • Vertriebspartner können jederzeit den Vertrag beenden und aussteigen
  • Produkt hat einen stabilen Preis

Du hast noch Fragen? 

Bitte komm gerne auf mich zu, wenn dir etwas unklar ist oder du Fragen hast. Mir ist wichtig, dass meine Kunden mir vertrauen können und kein komisches Gefühl haben, wenn Sie bei mir kaufen. 
In einem persönlichen Gespräch beantworte ich dir jederzeit gerne alle Fragen. 

Weiteren, interessanten Input zum Thema findest du auch hier: 

https://direktvertrieb.de/de/abgrenzung

https://www.lexware.de/wissen/marketing-vertrieb/network-marketing/#welche-vor-und-nachteile-hat-network-marketing

https://www.lexoffice.de/lexikon/network-marketing/

https://centralstationcrm.de/blog/network-marketing-vs-schneeballsysteme--funktionieren-schneeballsysteme-auch-im-sommer